Wegzehrung - Gottesdienste in freierer, meditativer Form

Hallo, hier Gott – Wer da?“

So lautete das Thema des Wegzehrung-Gottesdienstes in der evangelischen Christuskirche am 21.05.2022 in Immenreuth

Das Beten, die Kontaktaufnahme mit Gott, vergleichen wir mit einem Telefonat.

Symbol dafür soll heute das Smartphone sein, Inbegriff der modernen Kommunikationstechnik.
Telefonieren ist dabei ja nur eine von vielen verschiedenen Funktionen dieses Gerätes, vielleicht inzwischen die unwichtigste.

Für uns heute ist Telefonieren etwas Selbstverständliches.
Man kann zu jeder Tages- und Nachtzeit mit einem Gesprächspartner weltweit in Kontakt treten – vorausgesetzt natürlich, man hat seine Rufnummer.

Mit WhatsApp sieht man auf dem Display sogar das Gesicht des anderen, wenn man das will. Dann ist volle Konzentration beim Gespräch geboten.

Probleme gibt es nur, wenn der Akku leer wird oder der Zentralcomputer einer Anbietergesellschaft ausfällt.

Dank Flatrate ist das Telefonieren mittlerweile recht preiswert.

Zwischen Telefonieren und Beten gibt es durchaus Parallelen:
Eigentlich sollte Beten - wie das Telefonieren - etwas Selbstverständliches für uns Christen sein.
Durch Beten nimmt man ebenfalls Kontakt mit einem Gesprächspartner auf- den man allerdings nicht per Video sehen kann

 

„Glaube – nur Erbmasse?“


war das etwas provokante Thema der „Wegzehrung“ am 20.08.2022 in der Immenreuther Christuskirche.
Für uns Christen ist es wichtig, besonders jetzt den Glauben an den auferstandenen Jesus Christus nicht wie ein Erbstück in eine „Vitrine“ zu stellen und dann nichts mehr damit anzufangen.

Vielmehr dürfen wir neue Erfahrungen damit machen und dies dann anderen Menschen, vor allem den jungen, weitergeben.

Das wurde in modernen Glaubensliedern, einer Dialogpredigt und auf meditative Weise ausgedrückt. Musikalisch wurde der sehr gut besuchte Gottesdienst von Regina Kraitzek an der Orgel und von Robert Baier mit solistischen Gitarrenstücken gestaltet.

Das Vorbereitungsteam aus Werner Schlöger, Heidi Raab und Gertraud Burkhardt stellte mehrere Erbgegenstände, wie altes Geschirr, Leinentücher, Uhren oder Familienbibeln vor.

An alle Gottesdienstbesuchern wurden am Schluss als „Wegzehrung“ kleine Schokoladenuhren verteilt.